Maren Zeller, Kathrin Amann, Bettina Grubenmann und Giacomo Müller (2024)Der fachliche Diskurs über die stationäre Unterbringung von Säuglingen erreichte in der Schweiz in den 1950/60er-Jahren einen Höhepunkt. Im Fokus standen sowohl die damaligen Bedingungen der Unterbringung und deren Folgen (vgl. Hospitalismus) als auch daran anknüpfende Reformideen und -bemühungen. Diesem Beitrag liegt eine Studie zugrunde, deren methodischer Ausgangspunkt eine Diskursanalyse anhand historischer Quellen ist, welche dem damaligen professionellen wie fachpolitischen Diskurs zugeordnet werden können. Zentrales Ziel ist es, einerseits nationale wie regionale Spuren der Problematisierung im Diskurs über die stationäre Unterbringung von Säuglingen zu präsentieren und andererseits die Diskursivierung von Reformen herauszuarbeiten. Die Ergebnisse werden mit Blick auf die Frage nach diskursiven Wissensverschiebungen und dominanten Dispositiven erörtert.
Schlüsselwörter: Hospitalismus, Diskursanalyse, stationäre Unterbringung, Säuglinge, Heimreform
Markus Bossert, Gisela Hauss und Kevin Heiniger (2024)
Pascal Coullery und Dominik Grob (2024)
Jean-Pierre Tabin, Monika Piecek, Isabelle Probst et Céline Perrin (2024)
Lukas Neuhaus und Roland Becker-Lenz (2024)
Melissa Ischer, Ophélie Guerdat, Valérie Hugentobler et Aline Veyre (2024)
Xavier Conus (2023)
Konstantin Kehl, Sergio Gemperle, Meret Reiser und Anita Weber (2023)