[Reviews] Esteban Piñeiro, Martina Koch & Nathalie Pasche (2021). Un/doing Ethnicity im öffent­lichen Dienst. Ethnografien zum ethnischen Differenzieren am Beispiel von Jugendamt und Polizei. Seismo.

Esteban Piñeiro, Martina Koch & Nathalie Pasche (2021). Un/doing Ethnicity im öffent­lichen Dienst. Ethnografien zum ethnischen Differenzieren am Beispiel von Jugendamt und Polizei. Seismo.

Author(s): Barbara Waldis

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[Articles] Organisational eingelassene Professionalitätsansprüche: ein Plädoyer für theoretisch fundierte Einrichtungs- bzw. Angebotskonzepte

Der Artikel nimmt sich der (Weiter-)Entwicklung von Konzepten in Organisationen der Sozialen Arbeit und deren Potential für die Entwicklung und Gewährleistung von Professionalitätsansprüchen für sozialarbeiterische Praxen an. Hierfür soll der im Fachdiskurs vielfach thematisierte Widerspruch organisationaler und professioneller Ansprüche Sozialer Arbeit mit einem spezifischen Verständnis der Organisation sozialer Angebote überbrückt, und im Weiteren den Einrichtungs- bzw. Angebotskonzepten eine wichtige Rolle im Sinne einer Ermöglichungs- und Sicherungsinstanz von Professionalität zugeschrieben werden. Der im Text hergeleitete Anspruch an Einrichtungs- und Angebotskonzepte soll seine Wirkung vor allem nach innen entfalten und spezifische Professionalitätsansprüche in die Kultur der jeweiligen Organisationen einschreiben und darüber den handelnden Fachkräften eine konzeptionelle Fundierung der Einzelfallarbeit anbieten. Mit dem Text soll zum einen ein Beitrag zum Fachdiskurs zum Verhältnis von Professionalität und Organisation Sozialer Arbeit, aber auch eine Anregung für die mit Konzeptionierung von Angeboten befassten Kolleg*innen der Praxis vorgelegt werden.

Schlüsselwörter: Organisation Sozialer Arbeit, Professionalität, Konzeptentwicklung, fachliche Widerständigkeit, Einrichtungs- und Angebotskonzepte

Organisationally embedded claims for professionalism: a plea for theoretically well-founded concepts of social services

This article discusses concepts drawn up and applied in social work organisations and their potential for the development and guarantee of claims for professionalism within social work practices. For this purpose, the frequently dis- cussed contradiction between organisational and professional demands will be bridged with a specific understanding of organising social services. Further, the concepts will be described as enabling and securing instances of professionalism. The demands on these concepts deduced in the text are intended to unfold their effect primarily internally by inscribing specific claims for professionalism in the culture of the respective organisations and thereby offering a conceptual foundation for individual casework to the professional actors. The text intends to be a contribution to the professional discourse on the relationship between professionalism and organisation in social work, but also to be a stimulus for colleagues in practice who are involved in the conceptualisation of services.

Keywords: organisation of social work, professionalism, concept development, professional resistance, concepts drawn up and applied in social work organisations

Author(s): Bettina Brüschweiler, Matthias Weber

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[Reviews] Zwischen Erinnerung und Aufarbeitung. Fürsorgerische Zwangsmassnahmen an Minderjährigen in der Schweiz im 20. Jahrhundert.

Béatrice Ziegler, Gisela Hauss, Martin Lengwiler (Hrsg.) (2018). Zwischen Erinnerung und Aufarbeitung. Fürsorgerische Zwangsmassnahmen an Minderjährigen in der Schweiz im 20. Jahrhundert. Zürich: Chronos Verlag.

Author(s): Ulrich Leitner

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[Reviews] Wege junger Menschen aus Heimen und Pflegefamilien. Agency in schwierigen Über­gängen.

Sabrina Göbel, Ute Karl, Marei Lunz, Ulla Peters & Maren Zeller (Hrsg.) (2020). Wege junger Menschen aus Heimen und Pflegefamilien. Agency in schwierigen Über­ gängen. Weinheim und Basel: Beltz Juventa.

Author(s): Andrea Abraham

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[Articles] Zur Reproduktion von Differenz im Kontext von Internationalisierungsprozessen an Fachhochschulen

Der Beitrag beleuchtet institutionelle Bestrebungen zur Internationalisierung an Fachhochschulen und setzt diese in Bezug zu Erfahrungen migrantischer Studierender. Die Studie zu den Fachbereichen Soziale Arbeit, Pädagogik, Technik und IT sowie Wirtschaft zeigt, dass im Rahmen aktueller Programmatiken der Internationalisierung binäre Zuordnungen von «Eigen- und Fremdkultur» wirksam werden. Ähnliche Ein- und Ausgrenzungen manifestieren sich auch in Zuschreibungsprozessen, mit denen sich migrantische Studierende an den Hochschulen konfrontiert sehen. Unter dem Leitkonzept von Internationalisierung würden sich Möglichkeiten bieten, kulturalistische und andere essentialisierende Reproduktionsmuster von Differenz kritisch zu beleuchten. Jedoch lassen sich im Rahmen der Studie wenig Ansätze in diese Richtung erkennen.

Schlüsselwörter: Internationalisierung, Migrantische Studierende, Ungleichheits- und Differenzverhältnisse, Fachhochschulforschung

About the reproduction of difference in the context of current implementations of internationalisation at universities of applied sciences

The article examines institutional internationalisation efforts at universities of applied sciences and relates them to the experiences of migrant students. The study in the educational fields of social work, pedagogy, technology and IT as well as economics shows that binary classifications of “own” and “foreign” culture become effective in the context of current implementations of internationalisation. Similar processes of inclusion and exclusion manifest themselves in ascriptions with which migrant students are confronted at universities. The guiding concept of internationalisation would offer opportunities to critically examine culturalist and other essentialising patterns of reproducing difference. However, only a few approaches in this direction can be identified in the study.

Keywords: Internationalisation, Migrant students, Relations of inequality and difference, Research at universities of applied sciences

Author(s): Susanne Burren, Maritza Le Breton, Celestina Porta, Martin Böhnel

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[Articles] Freiheitsbeschränkende Massnahmen im Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen von Erwachsenen mit kognitiven Beeinträchtigungen

Eine Befragung von 172 Leitenden von Institutionen für Erwachsene mit kognitiven Beeinträchtigungen der Schweiz ergab, dass im Umgang mit Menschen, die herausfordernde Verhaltensweisen (HEVE) zeigen, häufig freiheitsbeschränkende Massnahmen (FBM) eingesetzt werden. Rund 80 Prozent der Leitungspersonen gaben an, dass in ihren Einrichtungen in Eskalationssituationen FBM angewendet werden. Am häufigsten werden das Separieren im privaten Zimmer, die Abgabe sedierender Medikamente, das Festhalten oder andere körperliche Interventionen sowie das Separieren in einem anderen Raum praktiziert. Auch agogische Massnahmen wie Begleitung aus dem Raum, Wechsel der Begleitperson und das Anbieten von Rückzugs-, Bewegungs- oder Entspannungsmöglichkeiten nennen die Institutionsleitenden in Bezug auf den Umgang mit HEVE.

Schlüsselwörter: Kognitive Beeinträchtigung, FBM, Sachbeschädigung, Aggression, herausfordernde Verhaltensweise, Behinderung, Gewalt, Heim.

Restrictive measures in dealing with challenging behaviour of adults with cognitive disabilities

In a Swiss study, 172 directors of institutions supporting adults with intellectual disabilities (ID) provided information about interventions used when dealing with challenging behaviours of their residents. About 80 % of the directors mentioned the use of restrictive measures when supporting adults with ID during crisis intervention. Most often, they mentioned measures such as separation of clients into their private rooms, dispense of sedatives, use of fixations, physical interventions and separation into other rooms. As alternative measures, they emphasised agogic measures such as to accompany someone out of the room, to exchange the care-giver and to provide possibilities to relax, to do physical activities and/or to retreat.

Keywords: Intellectual disability, restraints, restrictive measures, aggression, challenging behaviour, property damage, violence, institution, residential care institution.

Author(s): Eva Büschi, Manuela Schicka, Stefania Calabrese, Benedikt Hassler, Natalie Zambrino

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[Articles] Unterbringung und Betreuung unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter in der Schweiz aus Sicht von Fachpersonen

Die Unterbringung und Betreuung unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter stellt die zuständigen Institutionen und Fachkräfte in der Schweiz vor grosse Herausforderungen, u. a. weil es an einer systematischen Sammlung und Auswertung von Erfahrungen und Wissen zur Arbeit mit dieser Zielgruppe fehlt. Im vorliegenden Beitrag werden auf der Grundlage einer Befragung von Expert*innen die Erfahrungen und Einschätzungen von Fachpersonen, die mit dieser Zielgruppe arbeiten, vorgestellt. Darüber hinaus wird untersucht, inwieweit diese Fachpersonen sich auf die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien beziehen.

Schlüsselwörter: UMA (unbegleitete minderjährige Asylsuchende), Unterbringung, Be­treuung, Fachpersonen

Placement and Care of Unaccompanied Minor Refugees in Switzerland from a Professional Perspective

Lacement and care of unaccompanied minor refugees represent great challenges for the institutions and professionals in charge in Switzerland since a systematic collection and evaluation of experiences and knowledge regarding work with this target group, among other things, is missing. In the contribution at hand, the experiences and assessments of professionals that are working with this target group are presented on the basis of interviews with experts. In addition, it is examined to what extent these professionals refer to results of scientific studies.

Keywords: UMR (unaccompanied minor refugees), placement, care, professionals

Author(s): Peter Rieker, Ellen Höhne, Rebecca Mörgen

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[Covid-19] Entscheidungsfindung in der Krise – Eine Herausforderung für die Soziale Arbeit in der COVID-19-Pandemie

In Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie sind Einrichtungen der Sozialen Arbeit vor vielfältige Herausforderungen gestellt. Eine dieser Herausforderungen besteht in der Notwendigkeit, unter grossem Zeitdruck einschneidende Veränderungen der Praxis vorzunehmen. Befunde einer laufenden qualitativen Untersuchung weisen darauf hin, dass unterschiedliche Aspekte die Entscheidungsfindung in der Krise prägen.

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[Covid-19] Systemrelevanz von Hilfe und Kontrolle? Professionslogische Überlegungen zur Sozialen Arbeit in Zeiten von Covid-19

In der Covid-19 Krise ging es von Anfang an auch um die Frage, welche Bereiche der gesundheitlichen und sozialen Grundversorgung als unverzichtbar gelten. Die Praxis der Sozialen Arbeit positionierte sich umgehend als «systemrelevant». Referenziert werden damit vornehmlich Hilfe-, Schutz- und Solidaritätsnarrative. Der fachwissenschaftliche Diskurs zeigt aber, dass eine kritische Diskussion zum Kontrollmodus sozialarbeiterischer Hilfe auch in der pandemischen Situation angezeigt bleibt.

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[Covid-19] Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Existenzsicherung der Flüchtlinge in Addis Abeba, Äthiopien. Einblick in ein interdisziplinäres Forschungsprojekt zum Thema Migration und Innovation im urbanen Kontext.

Flüchtlinge sind besonders von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen und können oft ihre sowieso schon prekäre Existenz nicht mehr sichern. Eine Untersuchung der Universität in Addis Abeba und der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit verdeutlicht, dass angemessene Dienstleistungen und Sozialschutzsysteme fehlen, um die Flüchtlinge in Addis Abeba gezielt zu unterstützen.

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