[Articles] Fallbestimmungen im sozialpolitischen Kontext. Eine ethnographische Perspektive auf diagnostische Prozesse im Feld der Arbeitsintegration.

Im Sozial- und Gesundheitswesen werden «Fälle» kategorisiert, sei es bewusst und reflektiert oder implizit. Diese Praktik der Herstellung und Einordnung von Fällen unterliegt verschiedenen Einflussfaktoren wie professionellen, organisational-bürokratischen, rechtlichpolitischen, situationsspezifischen und weiteren Rahmenbedingungen. Während diese Aspekte teilweise bereits erforscht sind, ist unterbelichtet, inwiefern der (sozial-)politische Kontext die jeweilige Problemdeutung und Falleinschätzung prägen kann. Anhand ethnografischen Datenmaterials aus dem Setting der Interinstitutionellen Zusammenarbeit (HZ) gehen wir der Fragen nach, ob und wie sozialpolitische Kategorien und Diskurse Eingang in die Aushandlung des jeweiligen Falls finden und was dies für Diagnostik und Fallverstehen in der Sozialen Arbeit bedeuten könnte.

Author(s): Martina Koch, Matthias Hüttemann

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[Articles] Death education und Soziale Arbeit. Ein Beitrag zur Integration der Themen Sterben und Tod.

In den USA hat die Integration des Konzepts “Death Education” zur Enttabuisierung von Sterben und Tod in der Ausbildung der Sozialen Arbeit dazu geführt, diese Themen als umfassende Anforderung wahrzunehmen. In multiprofessionellen Teams unterschiedlicher Praxisfelder sowie in der Ausbildung angrenzender Professionen ist die US-amerikanische Soziale Arbeit mit eigenständigem Wissen um Sterben und Tod ein wichtiger Bestandteil. Die Integration in die deutschsprachige Soziale Arbeit könnte dazu beitragen, Sterben und Tod als Querschnittsthemen der Praxis zu verstehen. Professionelle werden unabhängig der Institution in nahezu allen Handlungsfeldern damit konfrontiert.

Author(s): Tim Krüger

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[Articles] Selbst-und Sozialkompetenzen in Ausbildungsgängen der Sozialen Arbeit.

In den Curricula von Ausbildungsgängen der Sozialen Arbeit wird den Selbst- und Sozialkompetenzen eine grosse Bedeutung zugemessen, und im Unterricht wird viel Zeit aufgewendet, diese “soft skills” zu fördern. In diesem Text wird auf der Basis der soziologischen Systemtheorie und der Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Disziplinen wie der Neurobiologie für eine Änderung dieser Praxis und eine höhere Gewichtung der Fach- und Methodenkompetenzen in den Ausbildungen plädiert. Ein Argument für diesen Vorschlag ist, dass die Bildung von Selbst- und Sozialkompetenzen im Erwachsenenalter nicht ganz, aber weitgehend abgeschlossen ist. Dazu kommt, dass der Erfolg der Förderung dieser Kompetenzen kaum zuverlässig gemessen werden kann.

Author(s): Martin Hafen

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[Articles] Managérialisation et État social. Satisfaction et motivation au travail d’intervenant et d’intervenantes socio-éducatives dans les contextes plus ou moins managérialisés.

Dans la plupart des pays de l’OCDE, les vingt dernières années ont été marquées par le mouvement de la nouvelle gestion publique (NGP), lequel a contribué à métamorphoser en profondeur les pratiques de management et de gestion des ressources humaines (GRH) (Pollitt and Bouckaert 2009). Ce mouvement souvent appelé managérialisme a engendré de vifs débats dans la communauté scientifique de l’administration publique (Chanlat 2003), du fait que l’importation de méthodes issues du monde des
entreprises privées ne posait pas seulement la question de la pertinence de ces méthodes, mais aussi celle des valeurs et modes de légitimité de l’action publique (du Gay 2005). Il a toutefois fallu attendre les années 2000 pour que la dimension culturelle des projets inspirés de la NGP soit clairement mise en exergue (Schedler/Proeller 2007). Un questionnement qui a poussé de nombreux auteurs et auteures à discuter les valeurs au fondement de l’éthos public, en soulignant la compatibilité difficile de ces valeurs avec celles du monde marchand (Fortier/Emery 2010).

Cet article s’inscrit dans ce courant de recherche, pour montrer dans quelle mesure des intervenantes et intervenants socio-éducatifs provenant d’organisations à mandat public présentant un degré de managérialisation variable montrent des niveaux de satisfaction et de motivation différenciés.

Après avoir présenté brièvement les nouvelles pratiques de GRH inspirées de la NGP, et développé les dilemmes que leur mise en œuvre pose pour les agentes et agents publics concernés, nous présentons les résultats d’une analyse comparative issue des données récoltées lors de la réalisation d’une enquête anonyme de satisfaction auprès des membres du personnel de ces organisations. A la faveur des résultats mis en évidence, une discussion sur les liens entre managérialisation et satisfaction/motivation est conduite, ainsi que des pistes de recherche identifiées.

Author(s): Yves Emery, Julien Niklaus

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[Notes] Mit Case Management den Übergang in die Berufsbildung bewältigen.

Das CM Berufsbildung setzt am Übergang von der obligatorischen Schule in die Berufsbildung bzw. die Arbeitswelt an. Diese Passagen – so zeigen die überdurchschnittlichen Arbeitslosen- und Sozialhilfequoten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen – sind mit erhöhten Risiken der sozialen Desintegration verbunden (Krummenacher 2009, S. 10; BFS 2010, S. 10). Insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene mit Mehrfachbelastungen in verschiedenen Lebensbereichen sind gefährdet, an diesen Übergängen zu scheitern.

Im vorliegenden Artikel wird anhand ausgewählter Evaluationsresultate auf die mehrfachproblematischen Situationen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, das Unterstützungsnetz der involvierten (institutionellen) Akteure und die Herausforderung des Erreichens der anvisierten Klientel eingegangen. Davon ausgehend werden die Bedeutung, geeignete Form und Wirkung der CM-Begleitung diskutiert.

Author(s): Barbara Erzinger, Dieter Haller, Oliver Hümbelin

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[Articles] “Erschwerte Kooperation” in der Sozialhilfe. Sozialarbeitende und Sozialhilfebeziehende im Spannungsfeld zwischen strukturellen Belastungen und Professionalität.

Im vorliegenden Artikel wird zunächst auf wichtige Begriffe und einige theoretische Bezüge eingegangen sowie das Design der Studie erläutert. Anschliessend werden verschiedene Ergebnisse vorgestellt: Erstens fassen wir sowohl die Sichtweise der Sozialarbeitenden als auch diejenige der betroffenen Klientinnen und Klienten auf das Phänomen «erschwerte Kooperation» zusammen. Zweitens werden wir sechs Interaktionsmuster vorstellen, welche idealtypisch verschiedene Muster der untersuchten, erschwerten Hilfebeziehung abbilden. Drittens gehen wir auf vier Spannungsfelder ein, welche die festgestellten Schwierigkeiten in ihrem Kern sowie in ihrer institutionellen und gesellschaftlichen Einbettung zu fassen versuchen. Anschliessend folgt das Fazit aus den gewonnenen Ergebnissen.

Author(s): Miryam Eser Davolio, Jutta Guhl, Fabienne Rotzetter

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[Articles] L’identité professionnelle des assistantes et des assistants socio-éducatifs.

Avec la nouvelle Loi fédérale sur la formation professionnelle (LFPr), entrée en vigueur en 2004, une formation d’assistant ou d’assistante socio-éducative (ASE) aboutissant à un Certificat fédéral de capacité (CFC) a été introduite à partir de la rentrée 2005-2006. Cette formation professionnelle initiale, de type apprentissage, dite de niveau secondaire II, marque une évolution importante dans la formation aux métiers du champ du travail social en Suisse romande puisqu’il s’agit du premier CFC proposé dans cette partie de la Suisse. En effet, contrairement aux cantons suisses alémaniques qui disposaient déjà d’une formation de niveau secondaire II (CFC de sociagogue), en Suisse romande, les professions du travail social – assistant-e social-e, éducateur ou éducatrice sociale et de l’enfance2, animateur ou animatrice socioculturelle – relevaient toutes de la formation professionnelle supérieure, de type études, dite du degré tertiaire (écolessupérieures (ES), hautes écoles spécialisées (HES) et universités).

Dans cette étude, l’identité professionnelle est considérée comme un processus interactif et dynamique, comme la résultante d’un double mécanisme : identification attribuée par les autres (identité pour autrui) et identification attribuée par soi (identité pour soi) (Dubar 1996, 2007). Elle renvoie ainsi «à des définitions de soi, autant qu’à des étiquetages par autrui» (Dubar 1996, p. 257).

Après avoir exposé le cadre méthodologique de la recherche, cet article présente et discute, sur la base des résultats de l’étude, quelques enjeux des dynamiques de différenciation et d’assimilation à l’œuvre dans les institutions qui emploient des ASE.

Author(s): Valérie Perriard, Dolores Angela Castelli Dransart

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[Articles] Sozialmanagement in der Praxis. Eine empirische Analyse von Stellenangeboten im Sozialwesen der Schweiz.

Der Arbeitsmarkt im Sozialwesen in der Schweiz ist so vielfältig wie heterogen. Er ist gekennzeichnet durch eine grosse Anzahl möglicher Arbeitsfelder mit verschiedenen Zielgruppen sowie durch unterschiedliche Tätigkeiten, welche die Praxis der Professionellen der Sozialen Arbeit anspruchsvoll gestalten. Seitens der sozialen Dienstleistungsorganisationen steigen die Erwartungen und Ansprüche an die Kompetenzen und Fähigkeiten ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bezogen auf das Theorie- und Methodenwissen (vgl. Galuske 2009, S. 74ff., 99ff.; Wandeler 2010). Und sie gehen darüber hinaus: Insbesondere das Management in, von und zwischen sozialen Organisationen («Sozialmanagement») gewinnt im Sozialwesen immer mehr an Bedeutung (vgl. Grunwald 2010).

Um den Sozialmanagementdiskurs empirisch zu unterfüttern, wurden in der vorliegenden Untersuchung Stellenangebote im Sozialwesen insbesondere auf dort formulierte Erwartungen und Anforderungen mit Sozialmanagement-Aspekten analysiert. Dabei wurde bewusst von einem weiten Bedeutungsinhalt des Sozialmanagements ausgegangen.

Besondere Berücksichtigung fanden daher Fragestellungen bezogen auf

die formulierten Anforderungen an das Sozialmanagement,
die Hierarchieebenen (Fachkräfte- oder Leitungsebene) und
die unterschiedlichen Arbeitsfelder, Funktionen und Qualifikationen.

Author(s): Jeremias Amstutz, Peter Zängl

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