Andreas Wyss (2026)Psychische Erkrankungen und soziale Ungleichheit sind eng miteinander verbunden. Angesichts gesellschaftlicher Krisen und einer zunehmenden sozialen Härte ist ein Anstieg von Exklusion und sozialstaatlichem Ausschluss für bestimmte Bevölkerungsgruppen absehbar. Dies erfordert eine stärkere sozialräumliche Ausrichtung der Sozialen Arbeit in der Psychiatrie. Damit können vorhandene Ressourcen aktiviert und Exklusionsmechanismen geschwächt werden. Die Psychiatrie sollte ihre institutionellen Grenzen überwinden und soziale Dimensionen stärker in ihr Behandlungsverständnis integrieren. Zugleich braucht die Soziale Arbeit in der Psychiatrie den Mut, über bestehende institutionelle Grenzen hinauszudenken. Eine kritisch-utopische Perspektive eröffnet neue Handlungsräume und inspiriert dazu, gesellschaftliche Bedingungen psychischer Krankheit aktiv zu verändern.
Schlüsselwörter: Sozialpsychiatrie, Exklusion, Sozialraumorientierung, psychische Gesundheit, soziale Ungleichheit
Marion Pomey, Michele Wang and Carina Pohl (2025)
Marco Palma (2025)
Maren Zeller, Kathrin Amann, Bettina Grubenmann und Giacomo Müller (2024)
Lukas Neuhaus und Roland Becker-Lenz (2024)
Alexandre Lambelet (2024)
Xavier Conus (2023)
Anne-Cécile Leyvraz, Jean-Pierre Tabin, Camille Pellaton, Boris Fritscher, Ulysse Rosselet & Cedric Gaspoz
Tristan Loloum, Marion Repetti, Alexandre Santos