[Notes] Kooperation von Wissenschaft und Praxis unter Bedingungen von Beschleunigung? Reflexionen zur dialogischen Wissensgenese im Rahmen des Projekts Wissenslandschaft Fremdplatzierung – WiF.swiss

Unter Bedingungen von Beschleunigung wird die Anforderung an Wissenschaft, Innovationen in und mit der Praxis Sozialer Arbeit zu erzeugen, (noch) stärker. Das Projekt «Wissenslandschaft Fremdplatzierung» (WiF.swiss) hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Herausforderungen in der Kinder- und Jugendhilfe so zu begegnen, dass die professionellen Ansprüche sowie die jungen Menschen im Fokus der Qualitätsdiskussion bleiben. Hierfür soll der Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis interaktiv und somit auch durchlässiger werden. In diesem Beitrag wird diskutiert, inwieweit WiF.swiss diesen Ansprüchen gerecht werden kann – theoretisch wie auch konkret am Beispiel der gelingenden Zusammenarbeit von Fachpersonen.

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Under the conditions of acceleration, requirements for science to generate innovations in and with the practice of social work becomes (even) stronger. The pro- ject «Wissenslandschaft Fremdplatzierung» (WiF.swiss) aims to meet these challenges in child and youth care by putting both professional demands and young people’s needs in the centre of quality discussion. For this purpose, the dialogue between science and practice shall become more innovative, interactive and thus more permeable. This article discusses the extent to which WiF.swiss can meet these demands – both theoretically and concretely, using the example of successful cooperation between professionals.

Author(s): Stefan Eberitzsch, Samuel Keller

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[Articles] L’innovation en travail social. Un objet à définir et des processus à caractériser.

Comment définir et caractériser l’innovation sociale dans le champ du travail social? Conçue comme une alternative à l’approche technologique, l’innovation sociale conceptualise la mise en œuvre de projets à fort impact social pour renforcer l’idéal démocratique. Pourtant, à travers la littérature francophone, cette référence ne bénéficie pas d’une importante conception endogène au travail social et demeure à ce titre suspecte pour les acteurs et actrices de ce champ professionnel. Pourtant, une littérature internationale choisie permet de montrer que le concept d’innovation en travail social intègre une tentative d’articuler des réponsesnouvelles du travail social, face à des défis sociaux en constante évolution, tout en renforçant la continuité des valeurs de ce champ professionnel. Cet article est une proposition de caractériser les projets d’innovation en travail social, dans une optique d’opérationnaliser cette référence au service des travailleurs sociaux et des travailleuses sociales, mais aussi de personnes qui en bénéficient.

Author(s): Stéphane Rullac

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[Articles] Tagesschulen in der Schweiz. Ein neues und herausforderndes Handlungsfeld der Sozialen Arbeit.

Seit einigen Jahren ist in der deutschsprachigen Schweiz – ähnlich wie in Deutschland – ein Ausbau von (schulischen) Freizeitangeboten zu beobachten, die Kinder und Jugendliche nach dem Unterricht über Mittag und am Nachmittag in Tagesschulen besuchen können. Mit der Verzahnung von Unterricht und Freizeit verändert sich das Handlungsfeld der Sozialen Arbeit im Kontext Schule. Mit Tagesschulen sind, neben Chancen für die Soziale Arbeit, zentrale Herausforderungen verbunden, welche in diesem Beitrag anhand von in der Schweiz und Deutschland durchgeführten Forschungsprojekten vorgestellt werden. Die diskutierten Befunde dieser Projekte können als Reflexionsangebote für Soziale Arbeit fungieren und für die Weiterentwicklung ihres Handlungsfelds in der Tagesschule als auch im Kontext Schule insgesamt dienen.

Author(s): Emanuela Chiapparini, Nina Thieme, Markus Sauerwein

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[Articles] Auswirkungen der Falllastreduktion in der Sozialhilfe auf Ablösequote und Fallkosten. Entschleunigung zahlt sich aus.

Viele Schweizer Sozialdienste standen in den letzten Jahren vor der Zerreissprobe steigender Fallzahlen bei stagnierenden Personalressourcen. Vor diesem Hintergrund stellte das 18-monatige Pilotprojekt der Sozialberatung Winterthur eine Chance zur Überprüfung des Outcomes einer Falllastreduktion dar. Die quantitative Analyse diente dem Vergleich der Fallkosten und Ablösequoten der Sozialarbeitenden mit deutlich tieferer Falllast (75 Fälle auf 100%) mit der Kontrollgruppe (143 Fälle auf 100%) zu vergleichen. Im qualitativen Teil wurde mit regelmässigen Einzel- und Gruppeninterviews mit der Experimentalgruppe deren Beratungsarbeit analysiert. Die Auswertung zeigt, dass die Experimentalgruppe im Schnitt eine Reduktion der Fallkosten, eine vermehrte Integration in den 1. Arbeitsmarkt, höhere Ablösequoten und eine durchschnittlich kürzere Unterstützungsdauer erzielte.

Author(s): Miryam Eser Davolio, Rahel Strohmeier Navarro Smith, Milena Gehrig, Isabelle Steiner

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[Articles] Lebensverlauf, Kontext, Zeit und Wirkung sozialarbeiterischer Intervention.

Ausgehend von einer lebenslaufbezogenen Theorie und Methodologie wird in einem derzeit laufenden Forschungsprojekt versucht, ein dynamisches Wirkungsmodell gesundheitsbezogener Sozialer Arbeit zu entwickeln. Das Projekt orientiert sich am Ansatz der «realistic evaluation», in dem Wirkungen in Relation zum Kontext und im Hinblick auf die zugrundeliegenden Mechanismen rekonstruiert werden. Anhand von zwei Fallbeispielen werden sowohl der Forschungsansatz illustriert als auch einige erste Ergebnisse vorgestellt. Dabei zeigt sich u. a. die Bedeutsamkeit des Faktors Zeit.

Author(s): Peter Sommerfeld, Maria Solèr, Simon Süsstrunk

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[Articles] Ist das Glas halbvoll oder doch eher halbleer? Rezeption von Forschungsergebnissen durch Auftraggebende und Fachpersonen am Beispiel einer Studie zum Arbeitsleben von Menschen mit Sehbehinderung.

Der Beitrag geht der Frage nach, wie Forschungsergebnisse in der Praxis verwendet beziehungsweise «verwandelt» werden und welche Konsequenzen dieser Prozess für Wissenschaft und Praxis hat. Mit Bezugnahme auf aktuelle Diskurslinen zur Wissensproduktion und einen neu interpretierten fast dreissigjährigen Beitrag von Ulrich Beck und Wolfgang Bonss zu Fragen der Verwendung wird an einem konkreten Forschungsbeispiel aufgezeigt, welche Irritationen seitens der Praxis sowie der Wissenschaft bei der «Verwendung» von Forschungsergebnissen entstehen können und welches Forschungs-Praxis-Verständnis bei der Konsumption wissenschaftlicher Erkenntnisse zukunftsfähig sein könnte.

Author(s): Sylvie Johner-Kobi, Anna Maria Riedi

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[Articles] Innovation in der Sozialen Arbeit. ein altbekanntes Phänomen und ein neues Forschungsgebiet

War Soziale Arbeit einstmals eine Innovation, so kann sie heute – mehr als 100 Jahre nach ihrer Etablierung – nicht mehr als solche gelten. Innovation im Sinne der Entwicklung von neuen Methoden, Konzepten sowie Handlungs- und Organisationsformen ist aber ein Aspekt, welcher der Profession immanent bleibt; denn die Ausrichtung der Sozialen Arbeit an den sich wandelnden sozialen Problemen impliziert wiederkehrend die Fragen, wie bereits bekannte oder neu identifizierte Handlungsprobleme im Spannungsfeld zwischen Individuum und Gesellschaft besser bearbeitet werden können und wie sich Wissen für die Praxis nutzen lässt. Obwohl seit einigen Jahren in der Praxis der Sozialen Arbeit zunehmend Projekte und Initiativen als innovativ bezeichnet werden, bleibt die kognitive, wissenschaftliche Basis dieses Attributs unklar. Mit Innovationen scheinen sich vage Hoffnungen auf Effizienzsteigerung zu verbinden.Um implizite Innovationsverständnisse zu rekonstruieren bzw. explizite Konzeptionen zu überprüfen und zu entwickeln, ist Innovationsforschung auch im Bereich der Sozialen Arbeit erforderlich. Aufgrund der spezifischen Strukturmerkmale Sozialer Arbeit (sozialstaatliche Verfasstheit, strukturelleKopplung an die Politik, fehlende «Kundensouveränität», Co-Produktion der Leistungen, limitierte Standardisierbarkeit usw.) kann nicht davon ausgegangen werden, dass vorliegende Innovationsstudien aus anderen Bereichen direkte Folgerungen für die Soziale Arbeit zulassen.

In diesem Beitrag wird beleuchtet, was Innovation als Forschungsgegenstand der Sozialen Arbeit ausmacht bzw. ausmachen könnte. Dazu wird die Innovationsthematik zunächst aus gesellschaftstheoretischer Perspektive problematisiert. Dann werden aus multidisziplinärer Perspektive Gegenstand und Methodologie der vorliegenden Innovationsforschung erörtert, bevor ein Zugang zur Innovationsforschung aus Perspektive der Sozialen Arbeit eröffnet wird. Anschliessend werden in knapper Form Ergebnisse der bisherigen Innovationsforschung dargestellt, insofern sie für die Soziale Arbeit hinlänglich relevant erscheinen. Überlegungen zur Bedeutung der (inter)disziplinären Perspektive für die Innovationsforschung sowie für die Soziale Arbeit beschliessen den Beitrag.

Author(s): Matthias Hüttemann, Anne Parpan-Blaser

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[Articles] Entwicklung durch Kooperation. Instrumente und Verfahren der Sozialen Arbeit in der Psychiatrie. Einblicke in ein kooperatives Forschungs- und Entwicklungsprojekt.

Professionelle Praxis ist wesentlich – wenngleich nicht ausschliesslich – dadurch gekennzeichnet, dass sie wissenschaftliches Wissen für ihre Gestaltung nutzt. Diese Aussage ist in dieser Allgemeinheit unbestritten. Eine andere Formulierung wird in der Sozialen Arbeit schon eher Widerspruch hervorrufen, nämlich wenn die Rede davon ist, dass die professionelle Praxis wissenschaftliches Wissen «anwendet». Der Stand der Debatte in der Sozialen Arbeit zur Anwendung sozialwissenschaftlichen Wissens kann unter Rückgriff auf die «alte Verwendungsforschung» (Beck/Bonss 1989), aber auch unter Rückgriff auf den Forschungsstand zur Bildung professioneller Handlungskompetenz (vgl. Widulle 2009) so zusammengefasst werden, dass eine einfache Anwendung des wissenschaftlichen Wissens als unrealistisch ausgeschlossen werden kann. Professionelles handlungsleitendes Wissen entsteht, folgt man z. B. Dewe durch «Relationierung» verschiedener Wissensformen (vgl. Dewe 2009,2005; Dewe/Otto 1996), u. a. von «deklaratorischem» und «prozeduralem» Wissen. Oder anders formuliert: Durch «Hybridisierung» von z.B. wissenschaftlichem, rechtlichem, aber auch ethischem mit lokalem, organisationalem und spezifischem (Erfahrungs-)Wissen in den Handlungsmustern der Professionellen (vgl. Gredig/ Sommerfeld 2008).

Author(s): Peter Sommerfeld, Regula Dällenbach, Cornelia Rüegger

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