[Articles] Sozialhilfe und Gesellschaft im Umbruch.

Die Fürsorge – heute allgemein Sozialhilfe genannt – wird oft als das «letzte soziale Auffangnetz» im System der sozialen Sicherheit bezeichnet. Dieses Bild beruht auf der Vorstellung, das System der sozialen Sicherheit sei ein wohl durchdachtes und homogenes Ganzes, so angelegt, dass niemand ohne Einkommen bleibe, weil die Sozialhilfe für alle Situationen aufkomme, die nicht durch Sozialversicherungen abgedeckt sind. Die Analyse der Geschichte der sozialen Sicherheit zeigt jedoch, dass dieses Bild trügt. Die Sozialhilfe ging den Sozialversicherungen zeitlich voraus, und das zum Teil über einen beträchtlichen Zeitraum.

Author(s): Jean-Pierre Tabin, Véréna Keller, Arnaud Frauenelder, Carlo Togni

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[Articles] Deautonomisierung durch aktivierende Sozialpolitik.

Für den Umbau der sozialen Sicherungssysteme, der in Demokratien westlicher Provenienz seit den 80er Jahren stattfindet, hat sich in öffentlichen und wissenschaftlichen Diskussionen eine prägnante Formel etabliert: «von Weifare zu Workfare». Wörtlich genommen könnten wir die Formel so deuten, dass die Systeme sozialer Sicherung einst vor allem das Wohlergehen bedürftiger Bürger durch Absicherung im Auge hatten. Galt es, so in Deutschland, den Status einer Person bzw. eines Haushalts abzusichern oder auch eine Qualifizierung durch Weiterbildung zu fördern1, so besteht die folgenreiche Veränderung der letzten Jahre darin, Wohlfahrt stärker mit der Pflicht zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit zu verbinden. Workfare verpflichtet Leistungsbezieher, die erwerbsfähig sind, an der Rückkehr in den ersten Arbeitsmarkt mitzuwirken.

Author(s): Sascha Liebermann

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[Articles] Insertion professionnelle et précarisation. Soigner la peste par le choléra.

Dans les années 80, la chose semblait entendue: la société du travail était en crise, sinon promise à une prochaine disparition. Le travail, donc, allait manquer. Un scénario d’horreur pour les uns, et pour les autres, un horizon ouvert sur une société meilleure encore à imaginer. Les pessimistes prophétisaient une société à deux vitesses qui allait exclure durablement du marché du travail une partie de la population et la laisser socialement parlant au bord du chemin. Les optimistes, eux, se mettaient à esquisser des modèles d’une société de l’activité, où le travail serait équitablement redistribué entre tous pour faire voler en éclats la pénible hiérarchisation du travail rémunéré et du travail de reproduction gratuit. Vers la fin de cette même décennie, la recherche en politique sociale venait de surcroît affirmer que l’indépendance à l’égard du travail rémunéré était l’aune à laquelle pouvait se mesurer l’efficacité de l’Etat social. Avec son fameux concept de la dé-marchandisation (decommodification), Gosta Esping-Andersen postulait que la dimension sociale de l’Etat social correspond aux possibilités qu’il accorde aux individus de se dégager, temporairement, de la nécessité de vendre leur force de travail, en leur reconnaissant le droit de conserver leurs moyens d’existence sans dépendre du marché de l’emploi.

Author(s): Eva Nadai

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[Articles] Motivationssemester als Angebote im Übergang von der Schule in Ausbildung und Arbeit: Wirkungen, Grenzen und künftige Entwicklungen eines Handlungsfeldes der Sozialen Arbeit

Die Berufswahl und die Suche nach einem Ausbildungsplatz gehören zu den zentralen Entwicklungsaufgaben der Jugendphase. Weit weniger als früher können und müssen Jugendliche sich heute aber an gesellschaftlich vorstrukturierten, sozial normierten und kontrollierten Lebensläufeorientieren-durch die gesellschaftliche Modernisierungund Individualisierung hat das Ausmass an Entscheidungsmöglichkeiten bei der Realisierung von Lebensentwürfen enorm zugenommen. Der Verlust traditioneller Sicherheit erhöht aber auch die Anforderungen an Reflexions- und Orientierungsfähigkeiten und birgt die Gefahr der Desintegration, wenn individuelle und soziale Bewältigungsressourcen fehlen. Die Anforderungen im Übergang sind jedoch nicht nur aufgrund gewandelter gesellschaftlicher Bedingungen gestiegen.

Author(s): Brigitte Müller, Dorothee Schaffner

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