[Articles] Nachhaltigkeit von Erziehungs- und Bildungsmassnahmen sicherstellen. Das Projekt Nachbetreuung.

Junge Menschen, die aufgrund von Entwicklungsbeeinträchtigungen, schwierigen familiären Situationen oder schwerwiegenden Delikten in einer sozialpädagogischen Institution leben, verlassen diese am Ende der Schulpflicht, nach Abschluss einer Lehre oder bei Volljährigkeit. In der Fachsprache und so auch im vorliegenden Artikel werden diese jungen Menschen “Care Leavers” genannt. Zu diesem Zeitpunkt endet meist der staatliche Bildungs- und Unterstützungsauftrag. Dieser Übergang von einer engmaschigen sozialen Betreuung in die Selbstständigkeit birgt viele Risiken. Spezifische Herausforderungen zeigen sich beispielsweise bei Problemen während der Berufsausbildung oder am Arbeitsplatz, bei der Wohnungs- oder Stellensuche, im Umgang mit Geld oder Suchtmitteln und bei der Pflege von Sozialkontakten. In dieser Zeit sollte den jungen Menschen idealerweise die Integration in die Gesellschaft gelingen, damit sie in Zukunft ein selbstbestimmtes und deliktfreies Leben führen können.

In der Praxis erfolgt die Beendigung der Erziehungs- und Bildungsmassnahmen oft abrupt. Die Finanzierung einer weiterführenden Begleitung wird, wie die Erfahrung zeigt, selten bewilligt und die jungen Menschen werden vorschnell in die Selbstständigkeit entlassen.

Auf diesen Missstand reagiert die Stiftung Zürcher Kinder- und Jugendheime (nachfolgend Stiftung genannt) mit dem Projekt «Nachbetreuung – Nachhaltigkeit von Erziehungs- und Bildungsmassnahmen». Für Klientinnen und Klienten, welche nach Austritt auf keine professionelle oder staatlich finanzierte Unterstützung durch Fachleute der Sozialen Arbeit zurückgreifen können, wird ein freiwilliges und kostenloses Unterstützungsangebot bereitgestellt.

Author(s): Silvia Bellani, Beatrice Knecht Krüger

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[Articles] Overcoming Self-reliance and Lack of Expectation among Care Leavers in Higher Education in England. The Role of Inter-agency Working.

This paper reports on a study exploring care leavers’ experiences of higher education in England. Although a range of support is available from local authorities and higher education institutions to care leavers, there is a tendency towards self-reliance and lack of expectation of being supported. The findings suggest that by recognising their respective strengths and weaknesses and working together, local authority and higher education staff can engage care leavers more effectively, increasing levels of expectation and reducing the need for self-reliance.

Author(s): Georgia Hyde-Dryden

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[Articles] Wohnen und Selbständigkeit. Institutionelle Unterstützung prekärer Übergänge ins Erwachsenenalter.

Verschiedene Studien aus dem Ausland zeigen, dass Jugendliche und junge Erwachsene, die aus Institutionen der Jugendhilfe oder Pflegefamilien in die Selbstständigkeit entlassen werden (Care Leavers), ein erhöhtes Risiko haben, mit Problemen wie bspw. Arbeitslosigkeit, sozialer Isolation oder Obdachlosigkeit konfrontiert zu werden (bspw. Stein 2012; Stein/Munro 2008). Dies kann u. a. darauf zurückgeführt werden, dass Care Leavers früher Verantwortung für sich selber übernehmen müssen als Jugendliche, die bei ihren Eltern aufwachsen, und der Übergang ins Erwachsenenalter somit rascher erfolgt (Stein 2012). In der Schweiz gibt es bislang kaum Studien zu den Lebensverläufen von ehemaligen Klientinnen und Klienten der stationären Jugendhilfe (Gabriel/Stohler 2008,2012). Die Befunde der wenigen vorliegenden Untersuchungen (Böhlen 1983; Tanner 1992; Stohler 2005; Crain 2012, Schaffner/Rein 2013) ergeben in Bezug auf die gesellschaftliche Integration der Care Leavers kein einheitliches Bild: Es gibt sowohl gut integrierte als auch von Armut und sozialer Isolation betroffene ehemalige Klientinnen und Klienten der Jugendhilfe.

Basierend auf einer Befragung von ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohnern einer betreuten Wohngruppe (Stohler et al. 2012) wird im vorliegenden Artikel der Fokus auf das Thema Wohnen gerichtet.

Author(s): Renate Stohler, Milena Gehrig

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[Articles] Young people transitioning from out of home care and youth justice. Exploring the experiences of “Dual Order” Care leavers in Victoria, Australia

This exploratory research examined the state care, education, youth justice and post-care experiences of 15 care leavers who were also involved in the youth justice system in Victoria, Australia. In-depth audiotaped interviews were conducted and later thematically analysed. Access to affordable housing and substance abuse treatment, and a meaningful relationship with at least one supportive adult characterised the lives of young people who had reduced or ceased their offending behaviour. Areas for future intervention and research are identified, including working with families, supporting education retention, and the need for better supported transitions from state care.

Author(s): Susan Baidawi, Philip Mendes, Pamela Snow

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[Articles] Employment, education and housing outcomes for care leavers from a children’s village in Ghana.

Each year several young people in Ghana make a transition from residential care to adulthood. However, little is known about the adult lives of care leavers in Ghana. Using a qualitative research design, the study explored the effect of care and leaving care support on the adult outcomes for care leavers from a private residential home in Ghana. The findings show that while aspects of the support provided in care and leaving care positively impact the outcomes of young adults, there are areas where support is needed. Recommendations are made in the study for improving support for young people leaving care.

Author(s): Kwabena Frimpong-Manso

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[Articles] Young People’s Experience of Participation When Exiting out of Care.

The aim of this paper is to focus on young people’s experiences of participation during the process of transition from placements in out-of-home care independent life. 65 young care leavers were interviewed, 14 boys and 51 girls between 18 and 26 years old. Results show that those who were invited to participate in the planning of their care leaving experienced a more positive and successful transition from care to adulthood. When administrative regulations guided the care leaving process, young people felt excluded and out of control, and their transition became a more negative experience.

Author(s): Ingrid Höjer, Yvonne Sjöblom

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[Articles] Strukturelle Rahmung der Statuspassage. Leaving Care in der Schweiz. Sondierung in einem unübersichtlichen Feld.

In Bezug auf die Lebenslage Leaving Care liefern internationale Forschungsergebnisse wichtige Impulse für die Schweiz, können dabei aber nicht einfach «importiert» werden. Stattdessen gilt es, die strukturellen Rahmungen der Übergänge von Care Leavern in der Schweiz in Untersuchungen zu berücksichtigen. Ausgehend davon wird im vorliegenden Beitrag die strukturelle Seite der Übergänge von Care Leavern in der Schweiz skizziert und der Frage nachgegangen, was daraus für die weitere Diskussion und Beforschung der Thematik in der Schweiz abgeleitet werden kann.

Author(s): Dorothee Schaffner, Angela Rein

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[Notes] Mit Case Management den Übergang in die Berufsbildung bewältigen.

Das CM Berufsbildung setzt am Übergang von der obligatorischen Schule in die Berufsbildung bzw. die Arbeitswelt an. Diese Passagen – so zeigen die überdurchschnittlichen Arbeitslosen- und Sozialhilfequoten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen – sind mit erhöhten Risiken der sozialen Desintegration verbunden (Krummenacher 2009, S. 10; BFS 2010, S. 10). Insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene mit Mehrfachbelastungen in verschiedenen Lebensbereichen sind gefährdet, an diesen Übergängen zu scheitern.

Im vorliegenden Artikel wird anhand ausgewählter Evaluationsresultate auf die mehrfachproblematischen Situationen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, das Unterstützungsnetz der involvierten (institutionellen) Akteure und die Herausforderung des Erreichens der anvisierten Klientel eingegangen. Davon ausgehend werden die Bedeutung, geeignete Form und Wirkung der CM-Begleitung diskutiert.

Author(s): Barbara Erzinger, Dieter Haller, Oliver Hümbelin

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[Articles] Jeunes adultes à l’aide sociale. Processus de problématisation, réponses politiques et enjeux d’intervention.

En Suisse, dès le milieu des années 2000, les «jeunes adultes à l’aide sociale » émergent dans certains discours comme nouvelle catégorie de l’action sociale. Leur situation questionne la capacité intégrative de la société et semble poser un défi majeur aux actrices et acteurs notamment politiqueset de l’action sociale en charge de favoriser leur insertion socioprofessionnelle.

Sur la base d’une recherche menée dans trois cantons romands, cet article analyse comment les pouvoirs publics des cantons de Vaud et Fribourg ont considéré ce phénomène et ont élaboré des réponses sociopo- litiques et institutionnelles distinctes. L’analyse des arguments mobilisés pour légitimer ces options soulève plusieurs enjeux en termes d’accompagnement de ce public.

Author(s): Caroline Reynaud, Dunya Acklin

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[Articles] Familien in Multiproblemlagen. Hintergründe, Merkmale und Hilfeleistungen.

Die geringe Rezeption des aus dem englischen Sprachraum stammenden Konzeptes der «Multiproblemfamilie» im deutschsprachigen Raum ist aus internationaler Perspektive auffallend. In dem anschließenden Beitrag werden vor dem Hintergrund der komplexen Zusammenhänge zwischen sozioökonomischen und psychosozialen Problemlagen von Familien, sowie der spezifischen Schwierigkeiten, die diese Familien innerhalb des Kinder- und Jugendhilfesystems häufig aufweisen, internationaleForschungsergebnisse und praktische Erfahrungen der niederländischen Kinder- und Jugendhilfe vorgestellt. Aus ihnen können durchaus interessante Erkenntnisse, Perspektiven und Inspirationen für die Kinder- und Jugendhilfe gewonnen werden. Ebenfalls wird der aktuelle Stand der fachlichen Methodendiskussion in den Niederlanden vorgestellt.

Author(s): Tim Tausenfreund, Jana Knot-Dicksheit, Erik J. Knorth

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