[Dossier 2024] Koordinieren zwischen Staat und Gemeinnützigkeit. Historische Zugänge und aktuelle Debatten zur Koproduktion von Wohlfahrt in der Schweiz
Abstract
Kritik an fehlenden übergreifenden Standards und Regulierungen gehört seit den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zum Sozialwesen der Schweiz. In der Kritik stand eine historisch gewachsene, hochgradig fragmentierte und dezentralisierte Fürsorgelandschaft. Der vorliegende Beitrag folgt dem im 20. Jahrhundert tätigen Dachverband Schweizerische Landeskonferenz für Sozialwesen (LAKO) in seinem Bestreben, zu koordinieren und zu vereinheitlichen, und zieht die Frage nach der Koproduktion von Wohlfahrt bis in die Gegenwart hinein. Die gegenwärtige Praxis der Sozialstaatlichkeit wird damit aufgrund ihrer Geschichte neu diskutierbar.
Schlüsselwörter: Sozialwesen, Soziale Arbeit, Verbandspolitik, Koproduktion von Wohlfahrt, Schweiz
Coordinating between the state and the non-profit sector. Historical approaches and current debates on the co-production of welfare in Switzerland
Criticism of the lack of overarching standards and regulations has been part of Switzerland’s social welfare system since the first decades of the 20th century. The emphasis was on a historically evolved, highly fragmented and decentralized welfare landscape. This article follows the umbrella organization Schweizerische Landeskonferenz für Sozialwesen (LAKO), which was active in the 20th century, in its efforts to coordinate and standardize, and extends the question of the co-production of welfare into the present day. The current practice of the welfare state can thus be discussed in a new way on the background of its history.
Keywords: Welfare sector, social work, association policy, co-production of welfare, Switzerland
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Dieser Beitrag ist Teil des Dossiers 2024 «In gesellschaftlichen Widersprüchen. Kontext und Geschichte der Sozialen Arbeit».
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This article was first published on 08.01.2025 as OnlineFirst.


