"Man macht immer Ghetto, irgendwie...". Jugendprotest, Politik und Gewalt am 1. Mai in der Stadt Zürich. Wer sind die Akteure, und was wollen sie?

Authors

  • Barbara Fontanellaz
  • Thomas Gabriel
  • Bettina Grubenmann
  • Myriam Rutschmann

Abstract

Demokratisch-politische Systeme zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie ein gewisses Mass an Protest und Dissens zulassen können. Protest bildet dabei einen wichtigen Bestandteil gesellschaftlicher Dynamik, denn in Abweichungs- und Protestpotentialen werden Anpassungsprobleme sichtbar, die Problemlagen markieren und dazu beitragen, ungeplante Nebenfolgen gesellschaftlicher Entwicklungen frühzeitig zu entdecken und gegebenenfalls korrigierend einzugreifen. Abweichung und Protest fungieren insofern als «Signalgeber» bzw. «Frühwarnsysteme» für krisenhafte gesellschaftliche Entwicklungen. Das Auftreten von Protestaktionen, Krawallen und sozialen Bewegungen bedeutet für Politik und Wissenschaft in dieser Hinsicht eine Herausforderung.

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Published

2008-12-31

Issue

Section

Schweizerische Zeitschrift für Soziale Arbeit / Revue suisse de travail social