Heft 29 (1/2022) veröffentlicht, 30 (2/2022) OnlineFirst, Call, Änderung der Open Access Lizenz / Numéro 29 (1/2022) a été publié, 30 (2/2022) OnlineFirst, Call, changement de license Open Access / Numero 29 (1/2022) pubblicato, 30 (2/2022) OnlineFirst, Call, cambiamento di licenza Open Access
Heft 29 (1/2022) veröffentlicht, 30 (2/2022) OnlineFirst, Call, Änderung der Open Access Lizenz / Numéro 29 (1/2022) a été publié, 30 (2/2022) OnlineFirst, Call, changement de license Open Access / Numero 29 (1/2022) pubblicato, 30 (2/2022) OnlineFirst, Call, cambiamento di licenza Open Access
Call: In gesellschaftlichen Widersprüchen. Kontext und Geschichte der Sozialen Arbeit. / Call: Au cœur des contradictions sociales. Contexte et histoire du travail social. / Call: Al centro delle contraddizioni sociali. Contesto e storia del lavoro sociale.
Tristan Loloum, Marion Repetti, Alexandre SantosLa crise écologique et climatique induit de nouvelles formes d’inégalités socio-environnementales. Pourtant, environnement et climat constituent encore des points aveugles des formations et métiers du travail social. Comment l’expliquer? Dans cet article, nous émettons l’hypothèse que la persistance de modes de pensée et d’action étatique proprement «modernes» retardent l’institutionnalisation d’un «travail social environnemental» et exprimons des recommandations pour rendre les enjeux environnementaux plus présents dans la formation et la pratique en travail social.
Mots-clés : travail social environnemental, développement social local, sciences sociales, modernité
Christophe DelayÀ propos de l'ouvrage de Vincent Dubois (2021). Contrôler les assistés. Genèse et usages d’un mot d’ordre. Raisons d’agir.
Zuzanna Kita, Sigrid Haunberger, Daniela Wirz, Fiona GislerDie Arbeitsintegration von benachteiligten Menschen in der Schweiz leistet einen Beitrag, um einem gesellschaftlich relevanten Problem entgegenzuwirken. Dieser Artikel soll eine kontext-mechanismus-basierte Wirkungsforschung stimulieren, die nicht nur danach fragt, ob Unterstützungsprozesse wirken, sondern auch die auslösenden Wirkfaktoren in den Blick nimmt. Dazu wurden Fachpersonen aus der Arbeitsintegration aus der Deutschschweiz qualitativ befragt. Die Analyse hat fallübergreifende Wirkfaktoren identifiziert, die in einem heuristischen Wirkungsmodell gebündelt wurden. Dieses mag Organisationen der Arbeitsintegration als Ausgangsbasis dienen, um eigene Wirkungsannahmen sichtbar zu machen.
Schlüsselwörter: Arbeitsintegration, Wirkungsforschung, Wirkungsmodell, realistische Evaluation, Kontext-Mechanismus-Outcome
Lukas NeuhausZum Buch von Herbert Effinger (2021). Soziale Arbeit im Ungewissen. Mit Selbstkompetenz aus Eindeutigkeitsfallen. Beltz Juventa.
Catrin Heite, Markus Textor, Annina TischhauserDem Schriftsteller James Baldwin und klassischen Rassismustheorien folgend, blickt dieser Beitrag auf Soziale Arbeit als Akteurin innerhalb rassistischer Machtverhältnisse. Es wird diskutiert, welche Anforderungen und Verpflichtungen sich Sozialer Arbeit in Bezug auf Rassismus stellen, wie sich Soziale Arbeit bisher mit der Konstruktion von Andersheit auseinandersetzt, welche rassismuskritischen Forschungsergebnisse vorliegen und wie Prinzipien einer rassismuskritischen Haltung für die Soziale Arbeit entworfen werden können.
Schlüsselwörter: Rassismus, Rassismuskritik, Soziale Arbeit, rassismuskritische Hal-tung, Antidiskriminierung
Evelyne Thönnissen Chase, Julia EmprechtingerDer Begriff der Interdisziplinarität fand über eine wenig formalisierte Leitidee auf Bundesebene Eingang in die 2013 neu geschaffenen KESB. In der politischen Debatte standen strukturelle Fragen der (inter-)disziplinären Besetzung und die Organisationsform im Vordergrund. Die Umsetzung der Interdiszipli- narität erfuhr in den verschiedenen Kantonen und Regionen jedoch unterschiedliche Konturierungen je nach gewählter organisationaler Rahmung, der Anordnung der Disziplinen im Spruchkörper wie auch der konkreten Fallbearbeitung bis hin zum interdisziplinär gefassten Entscheid der Behörde. Dieser Artikel zeigt auf, dass eine interdisziplinär besetzte Behörde nicht ein Qualitätsmerkmal an sich darstellt. Es müssen auf strategischer, struktureller und kultureller Ebene der Behörde Rahmenbedingungen geschaffen werden, welche interprofessionelle Zusammenarbeit innerhalb der Behörde ermöglichen, begünstigen und sicherstellen.
Schlüsselwörter: Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden, Interdisziplinarität, Organisation, Profession, interprofessionelle Zusammenarbeit
Erschienen & Information bezüglich OnlineFirst / Publié & information à propos de OnlineFirst / Pubblicata & informazione a proposito di OnlineFirst / Published & information about OnlineFirst
Martina HörmannZum Buch von Esther Abplanalp, Salvatore Cruceli, Stephanie Disler, Caroline Pulver & Michael Zwilling (2020). Beraten in der Sozialen Arbeit. Eine Verortung zentraler Beratungs anforderungen. HauptVerlag/UTB.
Stefanie KurtZum Buch von Anne-Cécile Leyvraz, Raphaël Rey, Damian Rosset & Robin Stünzi (2020). Asile et Abus – Regards pluridisciplinaires sur un discours dominant. Asyl und Missbrauch – Multidisziplinäre Perspektiven auf einen vorherrschenden Diskurs. Seismo.
Barbara WaldisZum Buch von Esteban Piñeiro, Martina Koch & Nathalie Pasche (2021). Un/doing Ethnicity im öffentlichen Dienst. Ethnografien zum ethnischen Differenzieren am Beispiel von Jugendamt und Polizei. Seismo.
Bettina Brüschweiler & Matthias WeberDer Artikel nimmt sich der (Weiter-)Entwicklung von Konzepten in Organisationen der Sozialen Arbeit und deren Potential für die Entwicklung und Gewährleistung von Professionalitätsansprüchen für sozialarbeiterische Praxen an. Hierfür soll der im Fachdiskurs vielfach thematisierte Widerspruch organisationaler und professioneller Ansprüche Sozialer Arbeit mit einem spezifischen Verständnis der Organisation sozialer Angebote überbrückt, und im Weiteren den Einrichtungs- bzw. Angebotskonzepten eine wichtige Rolle im Sinne einer Ermöglichungs- und Sicherungsinstanz von Professionalität zugeschrieben werden. Der im Text hergeleitete Anspruch an Einrichtungs- und Angebotskonzepte soll seine Wirkung vor allem nach innen entfalten und spezifische Professionalitätsansprüche in die Kultur der jeweiligen Organisationen einschreiben und darüber den handelnden Fachkräften eine konzeptionelle Fundierung der Einzelfallarbeit anbieten. Mit dem Text soll zum einen ein Beitrag zum Fachdiskurs zum Verhältnis von Professionalität und Organisation Sozialer Arbeit, aber auch eine Anregung für die mit Konzeptionierung von Angeboten befassten Kolleg*innen der Praxis vorgelegt werden.
Schlüsselwörter: Organisation Sozialer Arbeit, Professionalität, Konzeptentwicklung, fachliche Widerständigkeit, Einrichtungs- und Angebotskonzepte
Laura Mellini, Francesca Poglia MiletiCet article, fondé sur les résultats d’une enquête qualitative menée auprès de jeunes issu·e·s de la migration subsaharienne vivant en Suisse, montre que les trajectoires, les représentations et les pratiques sexuelles ne peuvent pas être comprises en dehors des enjeux identitaires liés aux rapports interethniques. Face à une pluralité de normes sexuelles et de références culturelles, religieuses ou morales portées en présence dans des milieux sociaux différents (famille, communauté migrante, groupes de pairs, école, etc.), les jeunes font preuve d’agentivité sexuelle. Cette dernière varie en fonction du genre et de la migration.
Mots-clés : agentivité sexuelle, migration subsaharienne, normes sexuelles, rapports interethniques, socialisation sexuelle
Myrian Carbajal & Annamaria ColomboÀ partir des données récoltées dans le cadre d’une recherche sur les transactions sexuelles impliquant des jeunes, cet article s’intéresse aux postures des professionnel·le·s du travail social et de la santé face à ces pratiques. Il met en lumière différentes représentations de la place donnée à l’éducation sexuelle, entendue comme toute forme d’intervention liée à la sexualité. Entre postures de protection et d’accompagnement, peu sont celles et ceux en travail social qui se sentent légitimes d’aborder les questions d’éducation sexuelle au sein de leur travail socio-éducatif. Or, les jeunes en sont demandeuses et demandeurs. Il en découle l’importance d’offrir à ces professionnel·le·s des formations appropriées afin de mieux intégrer l’éducation sexuelle plus spécifiquement dans le travail social auprès des jeunes.
Motsclés : travail social, éducation sexuelle, jeunes, sexualité, santé sexuelle
Erschienen / Publié / Pubblicata / Published
Ulrich LeitnerZum Buch von Béatrice Ziegler, Gisela Hauss, Martin Lengwiler (Hrsg.) (2018). Zwischen Erinnerung und Aufarbeitung. Fürsorgerische Zwangsmassnahmen an Minderjährigen in der Schweiz im 20. Jahrhundert. Zürich: Chronos Verlag.
Andrea AbrahamZum Buch von Sabrina Göbel, Ute Karl, Marei Lunz, Ulla Peters & Maren Zeller (Hrsg.) (2020). Wege junger Menschen aus Heimen und Pflegefamilien. Agency in schwierigen Über gängen. Weinheim und Basel: Beltz Juventa.
Susanne Burren, Maritza Le Breton, Celestina Porta, Martin BöhnelDer Beitrag beleuchtet institutionelle Bestrebungen zur Internationalisierung an Fachhochschulen und setzt diese in Bezug zu Erfahrungen migrantischer Studierender. Die Studie zu den Fachbereichen Soziale Arbeit, Pädagogik, Technik und IT sowie Wirtschaft zeigt, dass im Rahmen aktueller Programmatiken der Internationalisierung binäre Zuordnungen von «Eigen- und Fremdkultur» wirksam werden. Ähnliche Ein- und Ausgrenzungen manifestieren sich auch in Zuschreibungsprozessen, mit denen sich migrantische Studierende an den Hochschulen konfrontiert sehen. Unter dem Leitkonzept von Internationalisierung würden sich Möglichkeiten bieten, kulturalistische und andere essentialisierende Reproduktionsmuster von Differenz kritisch zu beleuchten. Jedoch lassen sich im Rahmen der Studie wenig Ansätze in diese Richtung erkennen.
Schlüsselwörter: Internationalisierung, Migrantische Studierende, Ungleichheits- und Differenzverhältnisse, Fachhochschulforschung
Alida Gulfi & Pierre-François CoenSuite à l’arrivée des travailleurs sociaux dans les cycles d’orientation, les autorités scolaires du canton de Fribourg ont redéfini et précisé le rôle des divers professionnels de l’école. Cet article explore la pratique des travailleurs sociaux en milieu scolaire (TSS) ainsi que leur collaboration avec les autres acteurs de l’école, ceci à travers les regards croisés des TSS et des directeurs d’établissement. Les entretiens mettent en évidence la polyvalence du métier de TSS ainsi que la division du travail, les dynamiques relationnelles et les champs de tension qui apparaissent entre TSS, enseignants et directeurs.
Mots-clés : Travailleurs sociaux en milieu scolaire, enseignants, directions, cycles d’orientation, division du travail, collaboration