Andrea AbrahamZum Buch von Sabrina Göbel, Ute Karl, Marei Lunz, Ulla Peters & Maren Zeller (Hrsg.) (2020). Wege junger Menschen aus Heimen und Pflegefamilien. Agency in schwierigen Über gängen. Weinheim und Basel: Beltz Juventa.
Andrea Abraham
Peter Rieker, Ellen Höhne, Rebecca MörgenDer Beitrag behandelt die Frage, wie Erwachsenenschutzbehörden mit den gesetzlich festgelegten Zielprogrammierungen «Selbstbestimmung», «Schutz» und «Wohl» von Klientinnen und Klienten umgehen. Dies wird anhand eines Falles und von Forschungsbefunden zu weiteren Fällen aus einer Studie zu den Auswirkungen politischer Steuerung auf die Organisationsgestaltung und das professionelle Handeln in der Sozialen Arbeit erörtert. In der Studie wurde die Umsetzung der 2013 in Kraft getretenen Gesetzesreform im Kindes- und Erwachsenenschutzrecht der Schweiz untersucht. In einer Schlussbetrachtung werden die gesetzlichen Ziele und das sich daraus für die Praxis des Erwachsenenschutzes ergebenden Spannungsfeld professionstheoretisch gedeutet und die dargestellten Forschungsbefunde darin eingeordnet.
Author(s): Roland Becker-Lenz, Oliver Käch, Silke Müller-Hermann
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The concept of early intervention emerged into everyday Finnish language of media and politics at the turn of the Millennium. The invasion of early intervention occurred through extensive political and organizational support, accompanied by vigorous media discussion. The rationale, shared by the key agents of early intervention, was formed according to this distinguished project and public discourse. At the turn of the Millennium, the idea of early intervention seemed compatible with many reformations of the public government relying on the New Public Management. Early intervention, and applying it, quickly spread to daycare, schools and child protection, among other things. This article aims at analyzing what early intervention was in this particular empirical case. It analyzes the Finnish practices of preventive child protection in social work with children and young people from the point of view of governing, and as practices that target children, young people and their parents suspected to belong to a risk group.
Author(s): Mirja Satka
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Urs Hardegger (2012). Die Akte der Luisa De Agostini. Eine Frau zwischen Wohlfahrt und Bevormundung. Zürich: Verlag NZZ.
Author(s): Clara Bombach
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Dieser Aufsatz gibt Inhalt und Befunde einer qualitativen Studie über die biografische Erfahrung von Menschen wieder, die als Heranwachsende in der Schweiz der 1930er- bis 1950er-Jahre «verdingt» wurden. Der Begriff der «Verdingung» bezeichnet die Fremdplatzierung von Kindern, die für ihre Arbeitsleistung Kost und Logis erhielten, während die Pflegefamilie für die Aufnahme des fremden Kindes finanziell entschädigt wurde. Welche Bedeutung die Verdingung für die Betroffenen hatte und wie sie ihr ganzes Leben geprägt hat, war die zentrale Frage der nachfolgend in zusammen- gefasster Form vorgestellten Studie. Darin wurden fünf Lebensgeschichten kontrastiv verglichen und analysiert, die in narrativen Interviews erfasst und mit biografischen Methoden rekonstruiert wurden. Die Studie zeigt, wie Menschen, die in ihrer Kindheit und Jugend verdingt wurden, zeitlebens auf der Suche nach «Normalität» waren – nach elementarer sozialer Achtung, Zugehörigkeit und emotionaler Sicherheit. Das Selbstverständliche des gelebten Alltags, das unter normalen Umständen in der primären Sozialisation vermittelt wird, blieb diesen Kindern vorenthalten und liess sie lebenslang danach suchen.
Author(s): Daniela Freisler-Mühlemann
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Soziale Arbeit im Zwangskontext hat es historisch betrachtet schon immer gegeben (vgl. Hammerschmidt 2010, S. 849ff.). In den letzten Jahrzehnten vor der Jahrtausendwende hat sich Soziale Arbeit besonders dem Paradigma der Freiwilligkeit verschrieben. Dabei hat sie die Arbeit in einem Zwangskontext teilweise implizit als nicht im Kern sozialarbeiterisch abgetan und kaum beachtet. Ebenso wenig beschäftigt hat es sie weitgehend, dass diese Form Sozialer Arbeit in einem dialektischen Bezug zur sogenannten freiwilligen Arbeit steht. Diese Tendenzen sind durchaus auch heute noch erkennbar.
Die Thematisierung von Pflichtklientschaft im Strafvollzug und im Kindes- und Erwachsenenschutzbereich um die Jahrtausendwende im deutschsprachigen Raum hat dazu geführt, dass die Sensibilität gegenüber der Sozialen Arbeit im Zwangskontext zugenommen hat (Gumpinger 2001a; Kähler 2005). Hintergrund dieser erst späten (Wieder-)Entdeckung des Feldes dürfte mitunter die Skepsis gegenüber Juristen, die seit den Dreissigerjahren bis Ende der Fünfzigerjahre vielerorts in den Ausbildungen für Soziale Arbeit und an Führungsstellen im Sozialbereich tätig waren (Kruse 2007, S. 188ff.; Burkhardt Modena 1988, S. 105), und damit implizit gegenüber den Rechtswissenschaften sein.
Author(s): Daniel Rosch
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Visual research as an attempt to represent physical environment, events or ideas is a rather new approach to the history of social problems in Russia. In this research, we aimed to study the historical, cultural, ideological context of public policy in the sphere of social aid for children deprived of parental care, by employing the analysis of visual representations which have been preserved in the archives of children’s homes, in private collections, in state archives and libraries. In our project, the images of children, orphanages and carers are to be seen not just as illustrations or representations but also as important elements of a studied context – no less important than official documents or personal narratives. This is micro-level analysis, which makes it possible to understand how the representations reflect and construct specific forms of arrangement of space in orphanages, disciplinary practices, ideological intentions of the photographers and organizers of such imaginative work. The photos, which represent various activities of the orphans in the institutions, are intended to be read in our study as messages based on the principles and values of Soviet upbringing and presented in chronicles and children’s cinematography.
Author(s): Elena larskaia-Smirnova, Pavel Romanov
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In der Schweiz gibt es aufgrund der föderalen Organisation keine nationale Jugendhilfestatistik, so dass sowohl über das bestehende Jugendhilfeangebot wie auch über dessen Nutzung keine genauen Zahlen vorliegen (Piller 2003). Daher kann bspw. die Zahl der in Heimen und Pflegefamilien lebenden Kinder und Jugendlichen in der Schweiz nur geschätzt werden (Piller 2002, Zatti 2005, Arnold et al. 2008). Die unzureichende Datenlage mag auch mit ein Grund dafür sein, dass die Wirksamkeits- und Evaluationsforschung im Bereich der Jugendhilfe in der Schweiz erst in den Anfängen steckt, obwohl der Forschungsbedarf seit längerer Zeit ausgewiesen ist. Ziel des vorliegenden Reviews ist es, einen Überblick über Anlage und Ergebnisse von bisher durchgeführten Studien zum Erfolg- bzw. zur Wirksamkeit von Interventionen im Bereich der gesetzlichen Jugendhilfe zu erstellen.
Author(s): Marianne Aeberhard, Renate Stohler
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