[Covid-19] Das Alter im Schatten der Pandemie

Alt zu sein in Zeiten einer Pandemie kann bedeuteten, sich zu einer Gruppe besonders Gefährdeter zählen zu müssen, eine Zuschreibung, die einen verdeckten Ageism in sich trägt und das eigene Altersbild negativ beeinflussen kann. Der Beitrag verweist auf Deutungsangebote zur aktuellen Situation alter Menschen im ‚Schatten der Pandemie‘ aus Sicht der Sozialen Gerontologie.

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[Covid-19] Soziale Arbeit studieren unter Covid-19-Bedingungen. Motivation, Zuversicht und Herausforderungen von Studierenden an der Fachhochschule St.Gallen

Die Entwicklungen um Covid-19 führen seit Frühjahr 2020 zu erheblichen Einschnitten in das Leben vieler Menschen. Im Feld der Sozialen Arbeit stellt sich u.a. die Frage nach den diesbezüglichen Herausforderungen für Studierende. Eine Untersuchung an der FHS St.Gallen zeigt, dass das Studium für viele aufwändiger und herausfordernder geworden ist. Die Veränderungen betreffen vor allem die Studienmotivation und -zuversicht sowie die Work-Life-Balance der Befragten.

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[Articles] Interesse von Jugendlichen an Freizeitaktivitäten mit älteren Menschen.

Im Rahmen eines Forschungsprojektes ist der Frage nachgegangen worden, inwiefern Jugendliche an Freizeitaktivitäten mit älteren Menschen interessiert sind. Die Beantwortung dieser Frage ist insofern von Wichtigkeit, da das Interesse die Grundlage für eine erfolgsversprechende Förderung von Generationenbeziehung darstellt. Im Gegensatz zu primär familiär geprägten Beziehungen, wie jenen zu den Grosseltern, sind Beziehungen im Freizeitbereich nicht vorgeben und unkündbar, sondern aktiv gestaltbar. Gerade Jugendliche erfahren diese Gestaltbarkeit positiv, da solche Beziehungen in der Regel selbst initiiert und auch wieder auflösbar sind. Aufgrund der höheren Freiheitsgrade in der Beziehungsgestaltung stellt sich allerdings die Frage, unter welchen Bedingungen Jugendliche an Kontakten mit älteren Menschen ausserhalb der klassischen Grosseltern-Enkelkind-Interaktionen interessiert sind.

Author(s): Marius Metzger

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[Articles] “Man macht immer Ghetto, irgendwie…”. Jugendprotest, Politik und Gewalt am 1. Mai in der Stadt Zürich. Wer sind die Akteure, und was wollen sie?

Demokratisch-politische Systeme zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie ein gewisses Mass an Protest und Dissens zulassen können. Protest bildet dabei einen wichtigen Bestandteil gesellschaftlicher Dynamik, denn in Abweichungs- und Protestpotentialen werden Anpassungsprobleme sichtbar, die Problemlagen markieren und dazu beitragen, ungeplante Nebenfolgen gesellschaftlicher Entwicklungen frühzeitig zu entdecken und gegebenenfalls korrigierend einzugreifen. Abweichung und Protest fungieren insofern als «Signalgeber» bzw. «Frühwarnsysteme» für krisenhafte gesellschaftliche Entwicklungen. Das Auftreten von Protestaktionen, Krawallen und sozialen Bewegungen bedeutet für Politik und Wissenschaft in dieser Hinsicht eine Herausforderung.

Author(s): Barbara Fontanellaz, Thomas Gabriel, Bettina Grubenmann, Myriam Rutschmann

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[Articles] Verheissungen von Assistenzmodellen für Menschen mit Behinderung. Eine Diskussion von Beispielen und Erkenntnissen aus Europa.

Anfang September 2008 kündigte der Bundesrat an, dass er die definitive Einführung eines Assistenzbetrags im Rahmen der Eidgenössischen Invalidenversicherung plant. Die Entscheidung basiert auf Erfahrungen aus einem Pilotversuch, mit dem seit 2006 die Umsetzung eines Assistenzmodells in der Schweiz erprobt wird. Mit dieser richtungweisenden Entscheidung eröffnet sich für Menschen mit einer Behinderung schon bald eine Alternative zur herkömmlichen Betreuung in Institutionen oder mit spitalexterner Pflege (Spitex). Denn Assistenzmodelle sehen vor, dass Menschen mit einer Behinderung gemäss ihrem Bedarf individuell einen Geldbetrag in Form eines Assistenzbudgets erhalten, um ihre behinderungsbedingt notwendigen Unterstützungsleistungen selbständig und eigenverantwortlich organisieren und finanzieren zu können.
Mit einem solchen Modell sind die strukturellen Voraussetzungen in der Behindertenhilfe grundsätzlich in Frage gestellt, da die Finanzierungsströme in der Behindertenhilfe von Dienstleistungsorganisationen direkt an Personen mit einer Behinderung umgeleitet werden.

Author(s): Edgar Baumgartner

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[Articles] Wirksamkeit von zivil- und stafrechtlichen Interventionen für Jugendliche und junge Erwachsene. Ein Überblick über die Wirksamkeits- und Evaluationsforschung in der Schweiz.

In der Schweiz gibt es aufgrund der föderalen Organisation keine nationale Jugendhilfestatistik, so dass sowohl über das bestehende Jugendhilfeangebot wie auch über dessen Nutzung keine genauen Zahlen vorliegen (Piller 2003). Daher kann bspw. die Zahl der in Heimen und Pflegefamilien lebenden Kinder und Jugendlichen in der Schweiz nur geschätzt werden (Piller 2002, Zatti 2005, Arnold et al. 2008). Die unzureichende Datenlage mag auch mit ein Grund dafür sein, dass die Wirksamkeits- und Evaluationsforschung im Bereich der Jugendhilfe in der Schweiz erst in den Anfängen steckt, obwohl der Forschungsbedarf seit längerer Zeit ausgewiesen ist. Ziel des vorliegenden Reviews ist es, einen Überblick über Anlage und Ergebnisse von bisher durchgeführten Studien zum Erfolg- bzw. zur Wirksamkeit von Interventionen im Bereich der gesetzlichen Jugendhilfe zu erstellen.

Author(s): Marianne Aeberhard, Renate Stohler

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[Articles] Zur Transformation des Sozialen: Luzerner Erklärung. Transformation d usocial: DéclarationdeLucerne.

In der Präambel der Schweizer Verfassung wird die Wohlfahrt des gesamten Volkes, ein universaler Gedanke aller Demokratien, als konstitutive Grundlage des Staates ins Zentrum gesetzt. Aktuell wird ihr gesellschaftlicher Auftrag jedoch durch dominierende Argumentationsfiguren in Frage gestellt. Die Art und Weise, wie über «Missbrauch» sozialer Dienstleistungen, über nicht kooperierende Sozialhilfeempfänger/innen, über Jugendgewalt, schwierige Kinder und Jugendliche oder über nicht integrationswillige Ausländer/innen, die in Parallelgesellschaften leben, geredet wird, stellen die in der Präambel der Schweizer Verfassung verankerten Grundwerte gesellschaftlicher Wohlfahrt in Frage. Denn die Lösungen, die als Teil dieser Argumentationsfiguren angeboten werden, wie Abschieben, Verwahren, Ausgrenzen, Disziplinieren, Verschärfung des Rechts, Kürzung der Leistungen, haben nicht mehr das Wohl der Schwachen im Auge.

Dans le préambule de la Constitution fédérale, le bien-être du peuple tout entier (une préoccupation universelle de toute démocratie) est central et considéré comme un élément constitutif de l’Etat. Actuellement, son mandat social est remis en question par certaines figures dominantes ou influentes. La manière dont certains parlent d’«abus» dans les prestations sociales, de bénéficiaires de l’aide sociale réticents à coopérer, de violence des jeunes, d’enfants et de jeunes difficiles ou d’étrangères et étrangers qui vivraient dans des sociétés parallèles, met en question les valeurs fondamentales relatives au bien-être social telles qu’inscrites dans le préambule de la Constitution fédérale. Car les solutions proposées dans ces argumentations, comme expulser, interner, exclure, discipliner, durcir la législation, réduire les prestations, perdent de vue le bien-être du plus faible.

Author(s): SGSA/SSTS

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[Articles] Sozialhilfe und Gesellschaft im Umbruch.

Die Fürsorge – heute allgemein Sozialhilfe genannt – wird oft als das «letzte soziale Auffangnetz» im System der sozialen Sicherheit bezeichnet. Dieses Bild beruht auf der Vorstellung, das System der sozialen Sicherheit sei ein wohl durchdachtes und homogenes Ganzes, so angelegt, dass niemand ohne Einkommen bleibe, weil die Sozialhilfe für alle Situationen aufkomme, die nicht durch Sozialversicherungen abgedeckt sind. Die Analyse der Geschichte der sozialen Sicherheit zeigt jedoch, dass dieses Bild trügt. Die Sozialhilfe ging den Sozialversicherungen zeitlich voraus, und das zum Teil über einen beträchtlichen Zeitraum.

Author(s): Jean-Pierre Tabin, Véréna Keller, Arnaud Frauenelder, Carlo Togni

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[Articles] Deautonomisierung durch aktivierende Sozialpolitik.

Für den Umbau der sozialen Sicherungssysteme, der in Demokratien westlicher Provenienz seit den 80er Jahren stattfindet, hat sich in öffentlichen und wissenschaftlichen Diskussionen eine prägnante Formel etabliert: «von Weifare zu Workfare». Wörtlich genommen könnten wir die Formel so deuten, dass die Systeme sozialer Sicherung einst vor allem das Wohlergehen bedürftiger Bürger durch Absicherung im Auge hatten. Galt es, so in Deutschland, den Status einer Person bzw. eines Haushalts abzusichern oder auch eine Qualifizierung durch Weiterbildung zu fördern1, so besteht die folgenreiche Veränderung der letzten Jahre darin, Wohlfahrt stärker mit der Pflicht zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit zu verbinden. Workfare verpflichtet Leistungsbezieher, die erwerbsfähig sind, an der Rückkehr in den ersten Arbeitsmarkt mitzuwirken.

Author(s): Sascha Liebermann

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[Articles] Insertion professionnelle et précarisation. Soigner la peste par le choléra.

Dans les années 80, la chose semblait entendue: la société du travail était en crise, sinon promise à une prochaine disparition. Le travail, donc, allait manquer. Un scénario d’horreur pour les uns, et pour les autres, un horizon ouvert sur une société meilleure encore à imaginer. Les pessimistes prophétisaient une société à deux vitesses qui allait exclure durablement du marché du travail une partie de la population et la laisser socialement parlant au bord du chemin. Les optimistes, eux, se mettaient à esquisser des modèles d’une société de l’activité, où le travail serait équitablement redistribué entre tous pour faire voler en éclats la pénible hiérarchisation du travail rémunéré et du travail de reproduction gratuit. Vers la fin de cette même décennie, la recherche en politique sociale venait de surcroît affirmer que l’indépendance à l’égard du travail rémunéré était l’aune à laquelle pouvait se mesurer l’efficacité de l’Etat social. Avec son fameux concept de la dé-marchandisation (decommodification), Gosta Esping-Andersen postulait que la dimension sociale de l’Etat social correspond aux possibilités qu’il accorde aux individus de se dégager, temporairement, de la nécessité de vendre leur force de travail, en leur reconnaissant le droit de conserver leurs moyens d’existence sans dépendre du marché de l’emploi.

Author(s): Eva Nadai

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