[Articles] Persistenz des “männlichen Ernährermodells” in der Umsetzung der Schweizerischen Arbeitslosenpolitik. Eine explorative Analyse auf mehreren Ebenen.

Gibt es bei der Umsetzung der schweizerischen Arbeitslosenpolitik Mechanismen, die Geschlechterungleichheiten verstärken? Wir blicken in einer kantonalen Fallstudie auf drei Ebenen: die rechtliche Makroebene, die institutionelle Mesoebene (RAV) und die Mikroebene der Beratung. Unsere Resultate zeigen, dass in der ALV explizit geschlechterblind reguliert wird und der Umgang mit der individuellen Situation der Klientinnen, z.B. Mutterschaft, an die Beratenden delegiert wird. In einer geschlechterstrukturierten Gesellschaft werden dadurch Geschlechterstereotypen (implizit) reproduziert.

Author(s): Gesine Fuchs, Lucia M. Lanfranconi, Maria Pilotto, Annelis Bögli

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[Articles] Auswirkungen der Falllastreduktion in der Sozialhilfe auf Ablösequote und Fallkosten. Entschleunigung zahlt sich aus.

Viele Schweizer Sozialdienste standen in den letzten Jahren vor der Zerreissprobe steigender Fallzahlen bei stagnierenden Personalressourcen. Vor diesem Hintergrund stellte das 18-monatige Pilotprojekt der Sozialberatung Winterthur eine Chance zur Überprüfung des Outcomes einer Falllastreduktion dar. Die quantitative Analyse diente dem Vergleich der Fallkosten und Ablösequoten der Sozialarbeitenden mit deutlich tieferer Falllast (75 Fälle auf 100%) mit der Kontrollgruppe (143 Fälle auf 100%) zu vergleichen. Im qualitativen Teil wurde mit regelmässigen Einzel- und Gruppeninterviews mit der Experimentalgruppe deren Beratungsarbeit analysiert. Die Auswertung zeigt, dass die Experimentalgruppe im Schnitt eine Reduktion der Fallkosten, eine vermehrte Integration in den 1. Arbeitsmarkt, höhere Ablösequoten und eine durchschnittlich kürzere Unterstützungsdauer erzielte.

Author(s): Miryam Eser Davolio, Rahel Strohmeier Navarro Smith, Milena Gehrig, Isabelle Steiner

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[Articles] Une économie matérielle et humaine de la gestion des résidus. Le cas de la Soupe populaire dans une ville de Suisse romande.

Cet article analyse comment l’exclusion des personnes pauvres est gérée en Suisse, à partir du traitement des restes alimentaires, et ceci au travers d’une ethnographie de la Soupe populaire d’une ville de Suisse romande. Dans cet article, nous articulons deux axes, qui répondront à la question du «comment faire avec». Le premier axe concernera le dispositif d’aide sociale d’urgence de la ville. Il s’intéressera aux bénévoles et travailleurs-euse-s sociaux-ales de la Soupe qui classent, ordonnent etgèrent les diverses catégories qui se présentent tous les soirs de l’année. Le deuxième axe s’intéressera au point de vue des usagers-ère-s de la Soupe, ceci afin de décrire comment ils/elles font dans leur situation. Nous verrons quelles sont les conséquences d’une dynamique complexe du traitementdes restes et des déchets sur leur existence intime et sociale. Ce face-à-face quotidien est également un révélateur de la gestion par l’État de l’extrême pauvreté.

Author(s): Sandra Thélin, Marta Roca i Escoda, Annick Anchisi

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[Articles] The analysis of non-take-up. Beyond the service relation model.

Service relations are not systematically fluid, and resistance is sometimes encountered in cases of non-take-up. The service relation model fails to take this into account. Therefore, as service agents’ work consists in dealing with users’ relations not only with themselves, but also with the offer, the analysis of non-take-up of rights and services requires a specific analytical model. This model would need to take users into account along with their relations to the offer and the normative content of that offer, over and above its delivery. In this respect, the social relation to the service model is more appropriate.

Author(s): Philippe Warin

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[Articles] “Erschwerte Kooperation” in der Sozialhilfe. Sozialarbeitende und Sozialhilfebeziehende im Spannungsfeld zwischen strukturellen Belastungen und Professionalität.

Im vorliegenden Artikel wird zunächst auf wichtige Begriffe und einige theoretische Bezüge eingegangen sowie das Design der Studie erläutert. Anschliessend werden verschiedene Ergebnisse vorgestellt: Erstens fassen wir sowohl die Sichtweise der Sozialarbeitenden als auch diejenige der betroffenen Klientinnen und Klienten auf das Phänomen «erschwerte Kooperation» zusammen. Zweitens werden wir sechs Interaktionsmuster vorstellen, welche idealtypisch verschiedene Muster der untersuchten, erschwerten Hilfebeziehung abbilden. Drittens gehen wir auf vier Spannungsfelder ein, welche die festgestellten Schwierigkeiten in ihrem Kern sowie in ihrer institutionellen und gesellschaftlichen Einbettung zu fassen versuchen. Anschliessend folgt das Fazit aus den gewonnenen Ergebnissen.

Author(s): Miryam Eser Davolio, Jutta Guhl, Fabienne Rotzetter

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[Articles] Jeunes adultes à l’aide sociale. Processus de problématisation, réponses politiques et enjeux d’intervention.

En Suisse, dès le milieu des années 2000, les «jeunes adultes à l’aide sociale » émergent dans certains discours comme nouvelle catégorie de l’action sociale. Leur situation questionne la capacité intégrative de la société et semble poser un défi majeur aux actrices et acteurs notamment politiqueset de l’action sociale en charge de favoriser leur insertion socioprofessionnelle.

Sur la base d’une recherche menée dans trois cantons romands, cet article analyse comment les pouvoirs publics des cantons de Vaud et Fribourg ont considéré ce phénomène et ont élaboré des réponses sociopo- litiques et institutionnelles distinctes. L’analyse des arguments mobilisés pour légitimer ces options soulève plusieurs enjeux en termes d’accompagnement de ce public.

Author(s): Caroline Reynaud, Dunya Acklin

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[Positions and debates] Zur Transformation des Sozialen.

«Zur Transformation des Sozialen», so war die Stellungnahme der Schweizerischen Gesellschaft für Soziale Arbeit (SGSA) überschrieben, die am 8. März 2008 als «Luzerner Erklärung» an die Öffentlichkeit gegangen ist. Geschrieben wurde sie angesichts einer politisch-sozialen Situation, in der zunehmend die Bedingungen untergraben zu werden drohen für eine noch verantwortbare, an professionellen, berufsethischen Orientierungen ausgerichtete Soziale Arbeit. Die in der Erklärung behandelten Fragen haben durch die internationale Finanzmarktkrise eine unvorhergesehene Aktualität gewonnen.

Author(s): Richard Sorg

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[Articles] Zur Transformation des Sozialen: Luzerner Erklärung. Transformation du social: DéclarationdeLucerne.

In der Präambel der Schweizer Verfassung wird die Wohlfahrt des gesamten Volkes, ein universaler Gedanke aller Demokratien, als konstitutive Grundlage des Staates ins Zentrum gesetzt. Aktuell wird ihr gesellschaftlicher Auftrag jedoch durch dominierende Argumentationsfiguren in Frage gestellt. Die Art und Weise, wie über «Missbrauch» sozialer Dienstleistungen, über nicht kooperierende Sozialhilfeempfänger/innen, über Jugendgewalt, schwierige Kinder und Jugendliche oder über nicht integrationswillige Ausländer/innen, die in Parallelgesellschaften leben, geredet wird, stellen die in der Präambel der Schweizer Verfassung verankerten Grundwerte gesellschaftlicher Wohlfahrt in Frage. Denn die Lösungen, die als Teil dieser Argumentationsfiguren angeboten werden, wie Abschieben, Verwahren, Ausgrenzen, Disziplinieren, Verschärfung des Rechts, Kürzung der Leistungen, haben nicht mehr das Wohl der Schwachen im Auge.

Dans le préambule de la Constitution fédérale, le bien-être du peuple tout entier (une préoccupation universelle de toute démocratie) est central et considéré comme un élément constitutif de l’Etat. Actuellement, son mandat social est remis en question par certaines figures dominantes ou influentes. La manière dont certains parlent d’«abus» dans les prestations sociales, de bénéficiaires de l’aide sociale réticents à coopérer, de violence des jeunes, d’enfants et de jeunes difficiles ou d’étrangères et étrangers qui vivraient dans des sociétés parallèles, met en question les valeurs fondamentales relatives au bien-être social telles qu’inscrites dans le préambule de la Constitution fédérale. Car les solutions proposées dans ces argumentations, comme expulser, interner, exclure, discipliner, durcir la législation, réduire les prestations, perdent de vue le bien-être du plus faible.

Author(s): SGSA/SSTS

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[Articles] Soziale Entstrukturierung als Mythos: Fallstricke des “individualistic turn” für die Soziale Arbeit.

Es gibt wohl wenige Äusserungen, die den aktuellen politischen Zeitgeist besser auf den Punkt bringen als die Worte der ehemaligen britischen Premierministerin (1979-1990). Und zwar aus zwei Gründen: Zum ersten verabschiedete sich Thatcher damit vom solidarischen Staatsverständnis, das im «sozialdemokratischen Jahrhundert» (Ralf Dahrendorf) in allen westlichen Ländern Fuss fasste. Zum andern propagierte die Premierministerin und glühende Verfechterin der Ideen von Friedrich von Hayek (Thatcher 1995, S. 68 f.) damit ein Gesellschaftsbild, das Individuen nicht als Element von handlungsbegrenzenden und -ermöglichenden sozialen Strukturen, sondern als Konglomerat von atomisierten, selbstverantwortlichen Individuen oder Familien begreift (vgl. auch Nollert 2005).

Author(s): Michael Nollert

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[Articles] Sozialhilfe und Gesellschaft im Umbruch.

Die Fürsorge – heute allgemein Sozialhilfe genannt – wird oft als das «letzte soziale Auffangnetz» im System der sozialen Sicherheit bezeichnet. Dieses Bild beruht auf der Vorstellung, das System der sozialen Sicherheit sei ein wohl durchdachtes und homogenes Ganzes, so angelegt, dass niemand ohne Einkommen bleibe, weil die Sozialhilfe für alle Situationen aufkomme, die nicht durch Sozialversicherungen abgedeckt sind. Die Analyse der Geschichte der sozialen Sicherheit zeigt jedoch, dass dieses Bild trügt. Die Sozialhilfe ging den Sozialversicherungen zeitlich voraus, und das zum Teil über einen beträchtlichen Zeitraum.

Author(s): Jean-Pierre Tabin, Véréna Keller, Arnaud Frauenelder, Carlo Togni

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